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Ausstieg aus dem System

Wenn ich nicht mehr kompatibel bin

"...es kommt vor, dass man nach einer längeren Pause aus dem Zugfenster hinaussieht, dass sich die Landschaft geändert hat, was da vorbeifliegt, fliegt vorbei... aber bei aller Ergebenheit gewinnt ein unangenehmes Gefühl immer mehr Gewalt, als ob man über ein Ziel hinausgefahren oder auf eine falsche Strecke geraten wäre. Und eines Tages ist das stürmische Bedürfnis da: Aussteigen! Abspringen! Ein Heimweh nach Aufgehaltenwerden...zurückkehren zu einem Punkt, der vor der falschen Abzweigung liegt!" (R. Musil, "der Mann ohne Eigenschaften")

Corona hat vieles in Schwung gebracht- vor allem scheint die Krise Verdecktes an die Oberfläche zu zwingen. Vieles, was latent schlummerte, wird sichtbar; im System genauso wie im einzelnen Menschen.

Es scheint fast unmöglich geworden zu sein, als Mensch auf diesem Planeten eine beschauliche, friedliche und sichere Existenz zu führen. Wir haben es als einzige Spezies geschafft, uns derart in Abhängigkeiten und Bedrohungen durch uns selbst zu verstricken, dass wir uns nicht mehr vom Leben getragen fühlen. Im Gegenteil scheinen wir das Leben  (er)tragen zu müssen.

Eigentlich müsste es dir gut gehen – Job stimmt, im Großen und Ganzen fehlt nichts- aber dein Gefühl sagt etwas Anderes. Der innere Kompass ist mit dem bestehenden Kurs gar nicht einverstanden.

Und tatsächlich ist es so, dass es das Gefühl ist, was über das Glück bestimmt, nicht der Kopf. Wir können uns unser Leben nicht schön denken.

Egal, was es genau ist, was deine Inkompatibilität mit dem System (oder Teilen davon) deutlich gemacht hat: irgendetwas musst du verändern. Aussteigen?

In die Höhle ziehen? Soll  ein verändertes „Außen“ meinem Inneren wieder zu tiefem Glück verhelfen? Möglicherweise; das ist aber meist eher eine Folge als eine Voraussetzung.

Jede Unzufriedenheit birgt ein gewaltiges Potential. Unzufriedenheit ist der deutliche Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt, nicht stimmig ist. Unzufriedenheit ist die Aufforderung, sein Leben zu überdenken und Veränderungen einzuleiten.

Leider haben wir in unserer Kultur gelernt, Unzufriedenheit als „normal“ in unser Leben zu integrieren. Es stehen verschiedene Methoden und Mittel zur Betäubung zur Verfügung – gejammert und geklagt wird gerne und viel, wirklich besser wird es dadurch nie. Dadurch bleibt die Unzufriedenheit ein unglücklicher, weil zahnloser Tiger.

Der Glauben an die Unveränderbarkeit der „Realität“ ist es, der sie erst zementiert. Die Welt ist eben so, wie sie ist, weil wir es zulassen. Das muss aber nicht so bleiben!

Ist der Samen erst einmal gekeimt, gibt es kein Zurück. Du wirst etwas tun müssen!. Kein Aktionismus wird dauerhaft helfen. Du musst an die Wurzel gehen: radikal eben. Selbst jede Spiritualität muss irgendwann vom Lifestyle zu einer Wirklichkeit werden, die deine Realität bestimmt.

Und dazu braucht es Visionen. Ein Ausstieg darf nicht nur ein "weg von" sein, es muss auch ein "hin zu" geben. Diese Vison ist es, die deinem Leben eine neue Gestalt, einen neuen Sinn geben kann. Noch mehr: zuerst musst du ganz "Ja" zu dir selbst sagen können. Ansonsten wird dein innerer Boykotteur dein Glück immer wieder auf`s Neue zerstören. Selbst wenn du deine Boykottprogramme kennst - warum sind sie noch da? Es geht nicht darum, das Leben komplett umzukrempeln. Es geht darum, dein Leben GANZ zu leben, für dich und die Menschen, die du liebst, deine Größe zu finden.

Das ist der zentrale Aspekt meiner Arbeit.

Brauchst Du Hilfe ?

AusstiegsCoach Marcus Michael Zeller
Ist es Zeit, auszusteigen aus der Situation, die mich krank macht?
Oder lieber in Sicherheit bleiben?
Es gibt keine feste Regel.
Ich begleite Menschen
in diesem Prozess
.
Ist es ein "Ausweg" aus einer speziellen Lebenssituation, oder ist es ein völlig neuer Weg, oder nur eine Standortbestimmung ?
AusstiegsCoach Marcus Michael Zeller
Ist es Zeit, auszusteigen aus der Situation, die mich krank macht?
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Es gibt keine feste Regel.
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